Verantwortung

 

Es passiert immer wieder - irgendetwas geschieht in unserem Leben, das wir uns auf eine andere Art vorgestellt haben oder einfach nur anders wollen und wir reagieren mit Ablehnung.

 

Diese Ablehnung kann sich sehr unterschiedlich äußern. Wir sind gereizt, wir werden unruhig, wir haben Angst, wir geben anderen die Schuld und verlangen, dass sie etwas verändern.

 

Jedes Mal, wenn wir so auf eine Situation reagieren, geben wir die Verantwortung für unser Leben ab, wir katapultieren uns in eine Opferrolle und verlieren augenblicklich Kraft, Präsenz und inneren Frieden.

 

Es ist wahrlich nicht immer leicht, gleichmütig auf alle Situationen zu reagieren, die mir im täglichen Leben begegnen. Vielleicht ist es sogar unmöglich dies zu tun – zumindest bis zu einem gewissen Punkt der Bewusstwerdung. Was wir aber tun können ist zu erkennen, dass erstens immer unsere eigenen Muster und vor allem Vorstellungen auf eine vermeintlich neutrale Situation im Außen reagieren, sie bewerten und in regelmäßigen Abständen einfach ablehnen.

 

Aus meiner Sicht heraus ist es allerdings noch wichtiger zu verstehen, dass wir (zweitens) selbst dafür verantwortlich sind, was in unserem Leben passiert und zwar zu einhundert Prozent.

 

Wenn wir einmal unsere begrenzte - oder etwas netter ausgedrückt fokussierte - Sichtweise, die sich entweder nur auf diesen Lebensabschnitt oder maximal auf die aktuelle Inkarnation bezieht, erweitern, dann können wir sehr schnell feststellen, dass das, was uns heute widerfährt, in der Vergangenheit von uns erschaffen wurde oder aufgrund eines höheren Planes zu unserer Entwicklung beitragen soll.

 

Habe ich es einmal geschafft, dieses Prinzip nicht nur zu wissen, sondern tatsächlich zu verinnerlichen, dann verstehe ich zwar nicht immer sofort, warum diese oder jene Situation genau jetzt ausgerechnet mir passieren muss, aber ich beherberge ein tiefes Verständnis in mir, welches mir in Ruhe und Vertrauen suggeriert: „Das hier mein Lieber, ist deine eigene Verantwortung.“

 

Wenn du an diesem Punkt angelangt bist, dann wird es ruhig in dir und du merkst, wie dir viel mehr Kraft zur Verfügung steht als vorher. Denn nun verteilst du deine Energie nicht mehr durch schnaufen, zaudern, meckern oder sonstiges Getöse.

 

Es ist völlig egal welche Situation du nimmst - ob du deinen Job verlierst, dir Geld gestohlen wird, dein Partner dich nervt, jemand dein Auto zerkratzt oder ein Politiker entgegen deiner Interessen handelt. Wenn du anfängst immer weniger darauf zu reagieren und dir tiefer und tiefer bewusst machst, dass du für diese Situation (mit-)verantwortlich bist, dann wirst du eine Kraft und Freiheit fühlen, die ich hier mit Worten „leider“ nicht genauer beschreiben kann.

 

Du hast es erschaffen und du musst es nicht immer verstehen.

 

Viel Spaß mit deiner vollen Verantwortung. Sie ist ein kraftvoller Begleiter.