Konzentration und Aufmerksamkeit

Wenn du etwas Großes und Wertvolles erschaffen möchtest, oder wenn du in sehr hohe und weite Bewusstseinszustände eintauchen möchtest, in Ebenen, die aktuell noch außerhalb deiner Wahrnehmung liegen, dann musst du in der Lage sein deine Energie zu fokussieren und diese Konzentration über einen ausgedehnten Zeitraum zu halten.

 

Unser Geist ist eine riesige Welt, die aus vielen unterschiedlichen Bereichen besteht. Zum besseren Verständnis kannst du dir deinen Geist – und als Teil dessen deinen Verstand – als eine unendliche Wolke vorstellen, mit Sektionen für alles, was du dir erdenken kannst – Familie, Beruf, Leben, Hobby, Partnerschaft, Wohnen, Freunde, Urlaub, Kinder, Eltern, persönliche Entwicklung, Haushaltswaren, Weihnachten, Sommer, Winter und so weiter und so weiter.

 

Viele Menschen beobachten, dass ihr Geist (Verstand) immer wieder unruhig ist, in schneller Abfolge von einem Thema zum anderen springt und sich im schlimmsten Fall in negativen Gedanken-Schleifen oder Abwärtsspiralen befindet. Hierfür gibt es zwei Gründe.

 

Der erste Grund sind Muster und Überzeugungen, die in unserem Unterbewusstsein abgespeichert sind und dem Geist/Verstand suggerieren, dass dieses Thema jetzt be-dacht werden muss. Ein sehr komplexes Thema, das ich hier vorerst nicht weiter beleuchten möchte.

 

Der zweite Grund ist die uns weitestgehend abhanden gekommene Fähigkeit unsere Aufmerksamkeit zu kontrollieren. Denn in Wahrheit ist es nicht der Geist/Verstand, der verrücktspielt, sondern es ist unsere ungerichtete Aufmerksamkeit, die innerhalb des Geistes von einem Thema zum anderen springt. Stell dir diesen Vorgang vor wie einen jungen verspielten Hund. Dieser tollt herum, springt von hier nach dort, mal leckt er jemanden an, mal reißt er eine Blume heraus, er macht hier ein Häufchen, da ein Pfützchen, hüpft, rollt und ist selten in Ruhe an einem Ort.

 

Wenn du nicht glaubst, dass sich deine Aufmerksamkeit genau so verhält, dann setz dich einmal hin, schließ deine Augen und konzentriere dich für fünf Minuten ausnahmslos auf eine einzige Sache. Solltest du eine Minute schaffen, bist du schon weit über dem Durchschnitt.

 

So, was machen wir jetzt mit unserer ungerichteten Aufmerksamkeit? Wir müssen sie trainieren.

 

Es ist eine wirkliche Herausforderung, mit meiner Aufmerksamkeit genau bei dem zu sein, was ich gerade tue. Sei es beim Essen, bei einer Unterhaltung, beim Gehen, Arbeiten, Meditieren, Visionieren, Lieben, Aufräumen etc.

 

Als Übungshilfe kannst du dir deine Aufmerksamkeit als einen ätherischen Lichtball vorstellen, den du dorthin sendest, wo gerade deine Handlung stattfindet. Und je mehr du mit deiner Aufmerksamkeit dort bist wo du bist und agierst, desto mehr Energie wird in deine Aktionen fließen.

 

Beginne einfach dies schrittweise in deinem Alltag zu üben, dadurch wirst du immer bewusster und du lernst dich zu konzentrieren. Diese entwickelte Konzentrationsfähigkeit kannst du anschließend in der Bearbeitung eines Projektes, in der Visualisierung deiner Vision oder in einer geistigen Reise während einer tiefen Meditation nutzen, um deine gesamt Energie auf einen Punkt zu richten und dafür zu sorgen, dass sich etwas für dich öffnet oder gar manifestiert.

 

Lass deine Aufmerksamkeit nicht länger von deinen unbewussten Mustern und all den Energien und Ablenkungen im Außen steuern. Nimm sie einfach selbst „in die Hand“ und richte sie auf das, was du tust und auf das, was du von Herzen willst – immer wieder, tagein, tagaus…